Rundschreiben 8/2001  
   
  Meine lieben Freunde,
 

Der August geht vorbei
und ich fühle mich ein klein Wenig krank,
was bestimmt nichts damit zu tun hat,
daß ich am 4. September
bereits 33 Jahre alt werde.

Ich glaube eher,
daß es völlig unnötig ist, meine Jahre zu zählen,
denn ich werde gar nicht älter.

Wenn ich mich heute so betrachte und nachdenke,
wie ich vor ein paar Jahren war,
dann kann ich keinen Unterschied entdecken.
- Außer daß ich heute ein paar Haare weniger habe.
 

[1]
Meine Mutter und mein Bruder kommen mich morgen (31.8.) besuchen.

Wir wollen gemeinsam am Samstag den Kanzler besuchen.

Ich habe extra für diese Tage
ein fantastisches Besuchsprogramm zusammengestellt:
So werden wir uns Fledermäuse und Flughunde in der Zitadelle Spandau ansehen
und am Gesundbrunnen in den Untergrund gehen.
Außerdem stehen zwei Museen auf der Liste, Kino, Sternwarte
und vielleicht ein Ausflug zum Müggelsee oder sogar in den Spreewald.

Am späten Nachmittag des 4.9. (Dienstag) fahren dann beide wieder,
nachdem wir gegen 15:00 Uhr Kaffee getrunken haben.

--------------------------
[2]
Natürlich kann jeder andere auch gerne zu diesem Geburtstagskaffee kommen.
Aber ich werde diesmal keine ausdrücklichen Einladungen aussprechen,
weil ich immer noch von meinem Geburtstag 1999 enttäuscht bin,
zu dem ich Euch alle einlud und nur zwei Personen tatsächlich gekommen wären.

Das hat mich damals etwas verletzt und deshalb bin ich heute vorsichtiger:
Ich würde mich freuen, wenn Ihr kommt,
aber ich rechne mit niemanden.
Doch Kaffe und Kuchen werden da sein.

--------------------------
[3]
Ich habe mich jetzt definitiv zu einem
3-Punkte-Programm für mein Leben entschlossen:

1.)  Ich werde daran arbeiten einen eigenen Kinofilm machen zu können.
  Also angefangen natürlich damit das Drehbuch dafür fertig zu schreiben.

2.) Ich werde mich ernsthaft darum bemühen einen zeitweiligen Job zu finden,
  um meine Finanzen auszugleichen und mein Lebensunterhalt zu verdienen.
  Dabei kann es sich auch gerne um Arbeiten beim Film handeln, allerdings
  nur noch in höheren Positionen oder kurzfristig und unversteuert.

3.) Ich intensiviere meine Aufgaben als Promoter und Manager,
  um am Erfolg der Bands teilzuhaben, auch am finanziellen.

Ich möchte noch einmal ganz besonders betonen,
daß die Liebe hier absichtlich keinen Punkt bekommen hat.
Der Grund dafür ist in dem gefühl zu finden:
Wenn etwas passiert, dann ist es gut,
wenn nicht, dann ist es mir auch egal.
Ich kann mich wirklich nicht um alles kümmern:
Kariere oder Liebe - Ich habe mich entschieden.....
......und außerdem will ich sowieso nur Sex.

Eine gute Planung ist schon das halbe Leben.
Insofern scheint es mir richtig,
daß ich auch eine Hälfte gebraucht habe,
um soweit zu kommen,.

Die einzige Schwierigkeit
wird weiterhin sein,
daß ich die Disziplin aufbringen muß,
mich auch an mein Programm zu halten.
....und das wird wirklich schwer.

--------------------------
[4]
* Freude des Monats *

Ich weiß zwar nicht,
voher ich immer das Geld hole,
aber so Automaten bei den Banken
geben mir das immer raus,
wenn ich nur eine kleine Karte und ein paar Ziffern eingebe.

So habe ich mir also eine neue Grafikkarte gekauft.
Ich weiß zwar nicht, ob das wirklich nötig war,
aber es hat mich einfach gepackt und nicht mehr losgelassen.

Nach einigen Problemen mit der gesamten Hardware
und weiteren Ausgaben anschließend,
ist es mir aber doch gelungen,
mit Hilfe eines völlig unpassendes Netzteil (300 Watt),
das ich in Einzelteilen in mein Computergehäuse eingebaut habe,
einen kurzen Test-Film aufzunehmen.

Aufgemerkt:
Dieser Film ist nicht mit einer Internet-Kamera aufgenommen,
sondern mit einer ganz normalen und analogen Videokamera
an meinen Computer übertragen worden.
Das heißt: Ich kann jetzt jede Videoquelle digitalisieren.

Der Film als RealMedia (kurz und mindere Qualität)
Der Film als MPEG (größer und viel besser)

Schaut Euch den Film an,
wenn Ihr sehen wollt,
wie ich mich zum Klops mache.

-------------------------
[5]
* Frage des Tages *

Wie soll ich denn beschäftigt und belastet
mit Computerproblemen und Besuchen
sowie dem alltäglichen Kleinkram,
mich auf die richtig wichtigen Punkte konzentrieren können ?

---------------------------
[6]
* Die Anekdote *

Ich bin sehr stolz auf meine Mutter:
Obwohl sie viel gelitten hat, viel zu kämpfen hatte
und durch viele falsche Entscheidungen auch viel verloren hat,
hat sie sich heute ein Leben aufgebaut, mit dem sie zufrieden sein kann.
Und was sie tut, das stimmt für sie, und was sie sagt, das weiß sie.

Wenn ich Fotografien von ihr aus Ihrer Jugend ansehe,
dann wird mir klar, daß auch sie ein Mensch ist
mit den gleichen Träumen und Sehnsüchten, Wünschen und Hoffnungen,
wie wir alle sie haben.

Letztendlich war es nicht so glücklich, wie es damals schien:

                       Meine Mutter und mein Vater, 18.8.1967

Ich bin sicher, daß meine Mutter an meinem Geburtstag
den Gratulanten Geschichten über mich erzählen wird,
die mir so peinlich sind, daß ich mich in den Nebenraum verziehe.

---------------------------
[7]
* Trauer des Tages *

In der letzten Nacht träumte ich,
mit Christina Appelgate zusammen zu sein.

Aber plötzlich war ich in Schweden
bei einer Bauern-Wohngemeinschaft
und fand dort Jana, die auch tatsächlich mit mir sprach.
Darum blieb ich dort.

Aber das wirklich Seltsame daran war,
daß ich irgendwie das Gefühl hatte,
lebendig zu sein, in dieser Gesellschaft.

Ich habe mich mit der Zeit
doch ziemlich zurückgezogen
von den anderen Menschen
und mache mein Ding meistens alleine.

Und heute morgen, nach dem Traum,
hatte ich deshalb das Gefühl,
etwas verloren zu haben.

Ich muß mehr unter Menschen,
aber es fällt mir schwer,
mich selbst dazu anzuhalten,
den für mich zu sein ist einfach bequemer.

-------------------------
[8]
* Erlebnis des Monats *

Ich war mit einem Freund und seiner sechsjährigen (?) Tochter
im Filmpark Babelsberg.

Doch nicht der Filmpark selbst war das Erlebnis.

Obwohl der Filmpark Babelsberg gar nicht so schlecht ist,
sagt mein Bruder doch mit Recht:
Er sei in den Universal Studios in Los Angeles gewesen,
er müsse da nicht mehr hin.

Denn trotz dem interessanten Film-Fundus, dem Action-Kino
und den unterhaltsamen Shows
sind 29,- DM Eintritt dafür zu teuer.

Bei Warner Brothers Movieworld in Bottrop-Kirchellen
kostest es im Gegensatz auch nur 44,- DM
hat dafür aber auch viel mehr, größere und bessere
Simulationen und Fahrgeschäfte.

Doch viel spannender war für mich,
daß so ein kleines Mädchen
so ergreifend sein kann.

Ja, ich bin ein Softie.

Aber es ist zum Glück nicht mein Kind.
Und es wird auch nie eines mein Kind.

--------------------------
[9]
* Falk und die BerliKomm *

Es kann schon mal passieren,
daß mein Telefonanschluß für einen halben Tag lang,
gestört ist.
Wenigstens ist schon im Ansagetext am Telefon
der BerliKomm darüber aufgeklärt.

Aus beruflichen Gründen muß ich mir doch ein Handy zulegen.
Aber eine Prepaid-Box ist mir mittlerweile zu teuer
und eine Grundgebühr zu zahlen, nur um erreichbar zu sein,
ist mir schon immer zu blöd.

Ein Freund verwies mich an eine Firma,
die kostenlos Handys abgibt (natürlich nicht die neusten)
und dann für einen Vertrag auch noch
Anschlußgebühr und monatliche Grundkosten übernimmt.
Das ist kein Märchen !

Er selbst hat es ausprobiert
und hatte nie Probleme damit.
Ich vertraue ihm !

Doch mein Problem ist jetzt,
daß der Vertragsvertreiber
mich nur mit einem Gehaltsnachweis
freischalten will.

Dabei habe ich doch sowieso nicht vor, zu telefonieren.
Insofern werde ich doch auch gar nichts bezahlen müssen,
wofür ich ein Einkommen brauchen würde.

--------------------------
[10]
* Falk und die Frauen *

Wo sind die Sittenwächter,
wenn man sie braucht ?

Als ich am 6.8. auf einer Grillparty am See war,
fiel mir auch ein Mädchen im Alter von ca. 21 Jahren auf:
Ihre Brustknospen waren so fest, daß sie schienen,
durch das T-Shirt stossen zu wollen.

Das sah sehr schön aus,
aber es sprach scheinbar auch einen Bereich
in meinem Unterbewußtsein an,
der mich einem Begattungstier gleich
dieses Mädchen angraben ließ.

Erfolglos....natürlich,
aber interessant, zu erleben,
wo die Triebfeder sitzt.

--------------------------
[11]
Als kleine Nachlese zu meinem Aufenthalt in meiner Heimat nach ein Foto
von einem sonnigen Frühstück bei meiner Mutter:


     v.l.n.r.:   meine Großmutter, meine Mutter, mein Bruder - ich hinter der Kamera

---------------------------
[12]
* Hinweis des Monats *

Jede suche hat einmal ein Ende:
http://www.cdsusa.com/

Danke an S.R. dafür !

--------------------------
[13]
* Gedicht des Monats *

Wie der Himmel

Wir tanzen am Rand der Klippen
jede Nacht wie im Traum.
"So werde ich dich nie gehen lassen",
sage ich.
"Warum auch ?", fragst du draufhin.

Und so drehen wir der Welt davon,
bis uns gar nichts mehr passieren kann.
Außer unsere Liebe dämmert alles dahin.

Die Sonne weckt mich eines Morgens
aus meinen Träumen mit dir.
Du bist nicht mehr da,
wie ein Geist verlorener Wünsche.
Ich sitze alleine über
dem brausenden Meer,
das dich mir weggenommen hat,
und seine Wellen
warfen dich für immer
tief in mich.

                                        FWS 20.1.1995

--------------------------

Auch wenn ich vielleicht deswegen nicht altere,
weil ich mich immer im Kreis drehe,
so ist doch jede Drehung eine andere.

Ich wünsche uns allen ein ereignisreiches Leben.

Euer Freund Falk