Rundschreiben 12/2000  
   
 

Meine lieben Freunde und Freundinnen,

weil doch die meisten von Euch
auf die eine oder andere Weise
Ihr tiefes Interesse und den Heidenspaß
an meinen Rundbriefen bekundet haben,
wird es auch im Jahr 2001 damit weitergehen.

Aber ich werde für Euch zumindest
über Email demnächst für dieses Jahr nicht
mehr erreichbar sein,
da ich vom 20.12.2000 bis 3.1.2001
fürs Weihnachtsfest
in meinen Heimatort Mühlheim zurückkehre.

[1]
* Freude des Monats *

Letztenendes ist es doch für alle
meine lebenden Verwandten
eine Freunde mich an Weihnachten zu sehen.

Wir alle können nämlich nicht wissen,
wann dies das letzte Mal ist.
Und meine Großmutter wird mit Sicherheit
nicht mehr viele Male erleben.
Aber auch mein Vater scheint Kraft
aus meiner Anwesenheit zu ziehen.

Ich werde zu meiner Freude
ziemlich groß mit einem BMW 3er (o.ä.)
als Mietwagen vorfahren.
Ich tue das nur, um meiner Mutter
den Computer mitzubringen,
den sie gekauft hat.

Eigentlich hasse ich Autofahren.
Eigentlich hasse ich auch Tomaten
und Spinat und Salat
und überhaupt.....

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[2]
* Frage des Tages *
Ab wann ist das Kind kein Kind mehr ?

Ab irgendeinen Punkt in unserem Leben
wird plötzlich alles ernst und wir beginnen
unseren eigenen Weg zu gehen.

Obwohl wir die Veränderung nicht
wahrnehmen, findet doch eine deutliche
Trennung statt. Dann sehen wir alles
mit einem neuen Bewußtsein.

Was aber löst dieses aus ?

Ich möchte nie mehr Kind sein.
(irgendwie bin ich es noch.)
Ich habe die Freiheit, alles zu tun,
was ich will, ich bestimme mein Leben
und niemand verbietet mir zehn Kugeln Eis
zu Essen.

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[3]
Also dem Auftritt von THE BEAUTIFUL DISEASE
in Leipzig hat doch eindeutig etwas gefehlt
- nämlich Groupies.

So haben auch diesmal
alle Bandmitglieder Ihre Freundinnen dabei gehabt.
(Das würde ich nie tun !)
Und ich mußte wieder als einziger alleine schlafen.
Falls ich das so bei einer Übernachtung
von zehn Menschen in einem Acht-Bett-Zimmer
eines Jugend-Hostels nennen darf.

So war das zwar wieder eine ziemlich klasse
Tour-Atmosphäre, aber die Drogen- und Sexorgien
blieben aus.

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[4]
Leider hat sich bisher wegen meiner Anstellung
als Computertechniker und Systemadministrator
nichts weiter ergeben

Ich werde aber auf jeden Fall
Anfang des kommenden Jahres
mich um einen kreativen Job
beim Film kümmern.
Irgendwie ist das doch eine Leidenschaft-
"Leidenschaft ist, was Leiden schafft."

Ich möchte aber natürlich nicht gerne
in einer Zuarbeiterposition arbeiten.

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[5]
* Erlebnis des Monats *
Wie herausfordernd kleine Kinder sein können:
Die junge Tochter eines Freundes
beherrschte bei einem gemeinsamen
Abendessen in deren Wohnung
die Unterhaltung.
Wohl durch die Anwesenheit eines Fremden
wollte sie die Aufmerksamkeit ständig auf sich lenken.
Wenn man sie dann reden lassen wollte,
wußte sie gar nicht mehr, was sie sagen wollte.
Sie wollte wohl auch nicht wirklich etwas sagen,
aber ihre Mutter wollte von den Erlebnissen
ihres Tages berichten.
Als aber die Unterbrechungen durch die Tochter
zu große Ausmaße annahmen, versuchte
die Mutter das Kind verständnisvoll aufzuklären.
Die Tochter entgegnete:
"Das will ich jetzt nicht hören !"

Ich glaube, ich mußte mir die Hand vor den Mund
halten, damit ich nicht das Essen ausprustete,
weil ich schallend lachen mußte.
Mein Freund fand das nicht so lustig.

Solche Kinder liebe ich.
- Solange sie nicht meine sind.

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[6]
* Trauer des Tages *
Mein Versuch mich im Internet
zu verewigen ist gescheitert.

Zumindest in der Art,
das ich einfach den Domainnamen
Brockenblick
vom Altersheim in Braunschweig
abgetreten bekommen hätte.

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[7]
* Falk und die BerliKomm *
Nachdem ich nun endlich seit Dezember
Inhaber einer Flatrate bin
und für 49,- DM im Monat
24 Stunden lang jeden Tag Online sein kann,
konnte das Unheil nicht lange ausbleiben:

Die BerliKomm wird ab 1.3.2001 für jede
Minute Internetverbindung 1 Pfennig verlangen.
Das war's dann.

So haben wir uns die virtuelle Welt nicht vorgestellt !

Nachdem ich mit einem Herzinfarkt
wieder auf dem Boden neben meinem Computer
aufgewacht bin,
hat mir mein Provider aber garantiert,
daß sie diese Preissteigerung nicht an die Kunden
weitergeben werden.
Alles wieder gut.

Fragt sich wie die das regeln.
Denn alleine ich könnte schon maximal
432,- DM kosten.
Und ich arbeite hart daran, daß auch zu erfüllen.
Da ich aber lange schlafe,
koste ich vielleicht auch nur die Hälfte.

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[8]
* Falk und die Frauen *

Jetzt weiß ich,
warum das bei mir immer nichts wird.

Wenn das allerdings so ist,
braucht es auch gar nichts zu werden.
(Die sauren Trauben ?!)

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[9]
* Hinweis des Monats *

Ihr solltet unbedingt mal im Internet
bei einer Suchmaschine,
die nicht auf Katalogbasis arbeitet,
sondern alle WebSeiten durchsucht,
Euren Namen oder den Namen von
Euren bekannten eingeben.
(Innerhalb von Anführungszeichen,
damit es genau die richtige Person ist.)

Mit diesem Wahnsinn
habe ich doch tatsächlich
eine meiner Ex-Freundinnen
gefunden.

Außerdem mußte ich erkennen,
daß ich vier mal auffällig geworden bin,
wovon zweimal zu unrecht.

Noch besser und noch erschreckender
ist für mich allerdings,
wenn ihr zu
http://www.checkdomain.com
geht und dort
"beautifuldisease.de" eingebt.

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[10]
* Gedicht des Monats *

das Ende der Kindheit

Die Spiele im Garten
so unbekümmert vom Leben
in einer entfernten Welt
ohne fragende Zweifel
um irgendeinen Grund
haben ein plötzliches Ende,
als es zu sehen begann.

Als die Zinnsoldaten
eine Seele bekamen
und die kleinen Panzer
Kontinente zersprengten,
weitete sich die Hecke
in die Unendlichkeit.
Es konnte wissentlich
in die Freiheit von
Freude und Schmerz
schreiten.

Seine Kindheit zerbrach,
als dem Mensch bewußt wurde,
daß er sterben muß.

                                   FWS 6.3.1995

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So das Jahr geht zuende
und ich muß noch einiges fertigbringen.

Solltet Ihr mich dringend erreichen wollen,
dann ruft mich bei Schneider unter
06108 / 72880 an.

Frohe Weihnachten Euch allen !

Euer treuer Freund Falk