Rundschreiben 11/2000  
   
  Liebe Freunde,

hier ist wieder der lang erwartete Rundbrief von mir.

Der Versand verzögert sich immer wieder,
ob der Sammlung von Ereignissen.

Deshalb auch diesmal wieder am Ende des Monats.

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! ACHTUNG ! ACHTUNG ! ACHTUNG !

 Meine eMailadresse lautet bis
         auf weiteres:

        falkwolf@web.de

! ACHTUNG ! ACHTUNG ! ACHTUNG !
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Und wir steigen gleich richtig ein:

[1]
* Frage des Tages *

Wird Falk Sonderbotschafter von UNICEF ?

Gleich Sir Peter Ustinov,
aber nicht wie Verona Feldbusch.
(Oh Frau, habt Ihr schon mal
über den Nachnamen nachgedacht.)

Wieder einmal veranstaltet UNICEF
eine Spendengala in der ARD,
am 2.12.2000-
Die beteiligten Firmen tun das alle
unentgeltlich nur für das reine Image.

So wurde ich also gefragt,
ob ich nicht in einem Call-Center
live die Spenden entgegen nehmen mochte.
"Was, nur 200,- DM ?! - Finden Sie das nicht zuwenig ?"

Grundsätzlich erklärte ich mich sogar dazu bereit.
- Aber nicht der Kinder wegen, sondern nur des Ruhmes.

Aber es wird nichts aus dem Sonderbotschafter Falk,
denn ein andere Ruhm ruft sehr nachdränglich nach mir:

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[2]
Ich bin am 2.12.2000 mit THE BEAUTIFUL DISEASE
zu einem Auftritt in Leipzig.

Dort werde ich mich als Promoter,
um alle weiblichen Groupies kümmern,
da die Musiker ausnahmslos feste Freundinnen haben
und nicht belästigt werden wollen.
Das ich die Nacht dort verbringe,
ist schon mal sicher !

Zuvor werde ich einen kleinen Abstecher nach Halle machen,
wo ein Freund von mir mit seinem neuen Theaterstück am
Nachmittag Premiere hat.
Und da es fast auf dem Weg liegt, paßt es gut.

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[3]
* Freude des Monats *
In diesem Monat kann ich mich über nichts wirklich freuen.

Ich bin tatsächlich einfach zu deprimiert.

Mich plagen wieder die alten Fragen:
Wo komme ich her ?
Wo gehe ich hin ?
Und wieviel Zeit bleibt mir noch ?

Was soll ich nur mit meinem Leben anfangen ?
Wo will ich hin ?
Was ist mir wichtig ?

Ich kann kaum glauben,
daß ich bereits mit 19 Jahren wußte,
daß mir ein Leben nicht ausreichen wird,
und daß mein Vater mit 57 Jahren
noch immer keine Antwort auf diese Fragen hat.
Das sind keine befriedigenden Aussichten.

Je älter ich werde,
desto mehr habe ich das Gefühl,
mich beeilen zu müssen,
um noch alles zu schaffen,
was ich will.
Es wäre schon hilfreich,
wenn ich wüßte, was das ist.

"Die meisten interessanten 22 Jährigen wissen nicht,
was sie aus ihrem Leben machen wollen.
Die interessantesten 40 Jährigen wissen es immer noch nicht."

Vielleicht es genau dieses das Wesen des Lebens:
Immer auf der Suche zu bleiben.
Bis ein Ende hat.

"Da wir nicht wissen, wann wir sterben werden, sehen wir das Leben wie einen unerschöpflichen Brunnen. Und doch geschieht alles nur wenige Male. Unsere Erlebnisse wiederholen sich nur sehr selten. Wie oft noch wirst du dich an einen Nachmittag in deiner Kindheit erinnern, ein Nachmittag, der sich so tief in dein Wesen eingeprägt hat, daß du dir dein Leben ohne ihn nicht einmal vorstellen kannst ? - Vielleicht wirst du dich noch vier oder fünf mal an ihn erinnern, vielleicht nicht einmal so oft. Wie oft wirst du den Vollmond noch aufgehen sehen ? - Vielleicht noch zwanzig Mal. Und doch ist alles unendlich."

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[4]
Es liegt durchaus im Bereich des Möglichen,
daß ich am Anfang des nächsten Jahres
als Computertechniker und Systemadministrator
angestellt werde.

Näheres in Zukunft.

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[5]
* Erlebnis des Monats *
Ich war also ein zweites Mal auf der Expo in Hannover.
Diesmal mit meinem Freund Frank.

Leider fuhren wir erst Ende Oktober hin,
was dazu führte, daß die größten Attraktionen
auch die meisten Leute anzogen.
Und das waren so kurz vor Schluß
nicht wenige.

Nachdem ich beim ersten Mal im Juli
nicht in dem eigentlichen Anreiz für mich,
dem "Planet of Vision", war,
wollte ich das diesmal nachholen.
Damals waren mir nämlich
schon eine Stunde Anstellen zu lang.
Hätte ich das geahnt:
Diesmal waren es 4 Stunden noch bevor
die Expo eigentlich öffnete.
(Ob da einige mit Schlafsäcken übernachtet haben ?)

Wir stellten allerdings fest, daß Behinderte
und Eltern mit kleinen Kindern vorgelassen wurden,
in Form eines Extra-Einganges.

Nun werden natürlich einige von Euch sagen,
daß wäre doch kein Problem für mich.

War es aber auf andere Art doch:
Frank kam auf die Idee,
sich einer Mutter mit Kind anzuschließen.
Aber es waren ausgenommen komplette Familien,
die dort ihren Ausflug machten.

Auch mein ernsthafter Versuch,
ein Kind zu mieten, schlug fehl.
Die junge Mutter hatte Angst,
ich könnte es nicht mehr zurückbringen.
Das ist doch wirklich lachhaft.

Den Kinderwagen hätte ich vielleicht
günstig verkaufen können,
aber wer will schon ein Kind
für Organspenden oder Experimente ?

"Mag ihr Hund Kinder ?"
"Ja - aber er bekommt meistens Dosenfutter."

Es war eine aussichtslose Situation.
Und gerade, als wir wieder sehen wollten,
wie aussichtslos sie war,
kreuzte ein Paar mit zwei Kindern
in jeweils einem Kinderwagen unseren Weg.
Ohne Nachzudenken (manchmal tue auch ich das)
stürzte ich auf sie und entriß ihnen die Kinder.

- Nein, ich konnte sie überzeugen,
sich diese Ausstellung anzusehen.
(Sie hat ihnen gar nicht gefallen.)

So waren wir nach 15 Minuten drin.
Frank als jugendlicher Liebhaber der Frau
und ich als schwuler Lebensgefährte des Mannes.
(Hat nicht wirklich jemanden interessiert.)

Ich hätte nicht in Echt auch nur 1 Stunde gewartet.
Zeit ist Leben.

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[6]
* Trauer des Tages *
Nachdem also keiner von Euch,
meinem Aufruf folgte
und mir mitteilte,
was er oder sie an Weihnachten tun,
bleibt mir wohl nichts anderes übrig,
als dieses Jahr, wie immer,
zu meinen Eltern nach Mühlheim
zu fahren.
 

Aber diesmal werde ich mich nicht
so schlimm langweilen,
weil ich meiner Mutter günstig
einen alten Computer gekauft habe,
der aber genau brauchbar ist,
um eMails zu schreiben und im
Internet zu surfen.
Außerdem habe billig
einen neuen Drucker bekommen,
der ausreicht, um Briefe zu schreiben.

Wann ich genau fahre und wielange ich bleibe,
weiß ich noch nicht.

Da ich den ganzen Kram irgendwie in meine Heimat
bringen muß, werde ich wohl für eine Richtung
einen Mietwagen leihen.

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[7]
* Falk und die BerliKomm *
Ich will's nicht wirklich beenden:

Da ich also nun keine Telefongebühren
für Internet mehr bezahle,
weil es Provider gibt,
die im Netz der BerliKomm sind,
habe ich ab Dezember ein Flatrate
und bin dann ständig im Internet.

Das braucht Euch nicht zu stören,
denn durch ISDN bin ich trotzdem
jederzeit für Euch telefonisch erreichbar.
- es ruft mich nur niemand an.

Die Flatrate kostet 50,- DM im Monat.
Und 45 Stunden bei 30 Tagen im Internet
zu sein, schaffe ich,
damit es sich bei 1,9 pf/min. lohnt.

Ich rufe derzeit alle 10 Minuten meine eMails ab.
Ich wünschte mir, daß ich mehr bekomme,
denen ich aber nicht antworten muß.
;-)

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[8]
* Falk und die Frauen *
Eine theaterreife Vorstellung habe ich hingelegt,
als ich mich demletzt mit einer Frau verabreden wollte,
die ich zuvor auf einer Party getroffen hatte:

Um unser Date noch einmal zu bestätigen
und die genaue Uhrzeit wie den Ort auszumachen
rief ich sie am Abend davor an.
Zum Abschluß unseres Gespräches
wollte sie klarmachen,
daß sie nicht ernsthaft an mir interessiert ist:
"Aber wir treffen uns nur freundschaftlich."

Nun, ich rechne schon mit gar nichts anderem,
als solchen herben Sprüchen.
Bloß weil ich so unglaublich inter-cool bin,
konnte ich mein schallendes Gelächter unterdrücken
und stattdessen den wahrhaftigen Überflieger spielen:
"Also weißt du, ich glaube, dann sollten wir es lassen,
weil ich doch eigentlich mehr von dir möchte."

Nach einem Moment der Stille,
der zu lange war, als daß er verbergen konnte,
nicht aus einer unerwarteten Überraschung zu stammen,
meinte sie:
"Aber ich würde mich wirklich gerne mit dir treffen."
"Naja, aber ich weiß nicht, was das bringen soll.
Ich habe da so gar kein Interesse daran."
(- Freunde habe ich genug, hoffe ich)

Was soll Mann sonst noch zu solchen Sprüchen sagen ?

Weil ich so verständnisvoll bin,
haben wir uns letztendlich doch getroffen,
weil ich doch zu gerne wissen wollte,
wie sie von vornherein ausschließen konnte,
daß daraus mehr als Freundschaft werden könnte.

Nennt mich einfach:
Feldherr im Krieg der Geschlechter

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[9]
* Hinweis des Monats *
Ich habe zwei eigene Homepages ins Netz gestellt.

Da langsam alle guten Namen vergeben sind,
dachte ich mir, noch schnell etwas zu sichern.
http://www.lyrikfilm.de
http://www.autonomer-selbstverlag.de

Damit werden meine langjährigen Projekte
nun auch wiederbelebt.
Ich werde allerdings noch nicht gleich
außergewöhnliche Inhalte präsentieren.
Zunächst sind es Logos und Hinweise,
daß etwas da ist.

Mein dritter Wunsch wäre eine persönliche
Homepage mit dem Namen
http://www.brockenblick.de

Denn, wie wenige wissen,
mein Künstlername lautet:
Falk Wolf vom Brockenblick

Leider war dieser Name bereits Weg
an ein Altersheim.
Die haben sich doch tatsächlich gleich auch
alle internationale Kennzeichnungen gesichert..
Als ob natürlich sich ein Opa aus Brasilien dafür interessiert.
++++ Das prangere ich an ++++
Die hätten mir wenigstens ein .org oder ein .net (net = nett)
übriglassen können.

Das kuriose an dieser Geschichte:
Den Künstlernamen wählte ich mir,
als ich damals an Sylvester 1996/1997 mit Jana
im Harz zum Brocken aufstieg.
Wir kamen an einem Punkt vorbei,
der per Hinweisschild "Brockenblick" genannt wurde.
Es sollte also der Brocken erhöht vor sich zu sehen sein.
Da wir nicht wußten, wie weit es noch war,
wußten wir auch nicht, nach welcher Größe oder Höhe wir
Ausschau halten sollen. Wir fanden ihn nicht.
das Geheimnis war, die Tannen waren so hoch gewachsen,
das sie den Brocken verdeckten.
Klasse Ausblick !!

Solche Späße liebe ich, deshalb
Falk Wolf vom Brockenblick
(und auch, weil Schneider nun mal lautmalerisch
gar nicht zu Falk Wolf paßt.)

Als ich jetzt das Altersheim "Brockenblick"
(Mein Gott, daß kann nicht wahr sein,
ich sehe schon die alten Omas und Opas bei
Kaffee und Kuchen sitzen)
im Internet sah,
viel mir ein, daß Jana und ich damals
daran vorbeikamen.
Aber ich glaube, da war es noch nicht fertig.

Spötter könnten jetzt behaupten,
daß ich mir den Namen "Brockenblick"
unbewußt nur deshalb aussuchte,
weil ein Altersheim so heißen wollte.

Ich enthalte mich eines Kommentars.
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[10]
* Frage des Tages *
Wer ließt eigentlich meine Rundschreiben ?

Da ich so gut wie nie irgendwelche Rückmeldungen
auf meine Aktionen bekomme,
hätte ich nun gerne mal wirklich gewußt,
wer meine Rundschreiben überhaupt ließt.

Wirklich niemand antwortet mir jemals.
Und ich überlege ernsthaft,
ob Ihr es wert seit,
informiert zu werden.

Deshalb wieder eine kleine Aktion

Ich mache es Euch wirklich einfach:
Nur oben Klicken und auf der WebSite
eintragen, dann abschicken - fertig.

Da ist wirklich nichts dabei -
Es dauert gerademal 30 Sekunden.

Bitte tut mir den Gefallen !
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[11]
* Gedicht des Monats *

Jahre mehr

Auch der erste Schritt
gleicht einem Fallen in den Lauf

Vor dem Sturz erst
findet sich das Gleichgewicht

Jedes Fortkommen
beginnt mit der Vorstellung davon

Und die Nachwelt
geht von der Vergangenheit aus

                                   FWS 24.9.2000

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So, das war's endlich.

Meldet Ihr Euch mal.

Euer Freund Falk