Rundschreiben 10/2000  
   
  Hallo Freunde,

Ich bin wieder in Berlin.
Aber das haben wohl mittlerweile alle mitbekommen.

Und deshalb ist hier wieder der lang erwartete Rundbrief
von mir.
Etwas verspätet aber dennoch gut.

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[1]
* Freude des Monats *
Allen Spöttern zum Trotz möchte ich hiermit offiziell bekanntgeben,
daß ich seit 28.9. wieder Sport treibe
und zwar in der Form,
daß ich jeden zweiten Tag jogge,
mittlerweile 20 Minuten am Stück.

Dazu muß ich mich nicht groß überwinden,
denn ich kann direkt in meiner Straße beginnen
und es kostet mich kein Geld.

Mein Ziel ist es zunächst auf 30 Minuten zu kommen.
Die Kondition könnte es, die Muskeln noch nicht.

"Wir werden schön..."
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[2]
Nachdem also meine Mutter und meine Großmutter
vom 24.9. bis 27.9. bei mir waren
und entgegen meinen Befürchtungen
weder etwas weggeworfen noch etwas kaputt gemacht haben,
(Ihr bekommt alle eine zweite Chance bei mir
 - dann ist aber auch gut)
war ich darauf bis zum 7.10. wieder in Mühlheim.

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[3]
* Erlebnis des Monats *
Das Festival in Bayreuth war fantastisch.
Das Publikum war sehr angetan von The Beautiful Disease
und die Band konnte auch interessante Angebote für
ihre weitere Kariere entgegennehmen, deren
Tauglichkeit allerdings sich noch beweisen muß.

Für mich war es das erste Mal, daß ich Oswald Henke,
den Sänger von Goethes Erben, hier mit seinem Projekt Erblast,
persönlich traf.
Während die Show teilweise doch ziemlich hart an der Grenze
von Pathos zur Lächerlichkeit stand, habe ich auch nach der bekannten Musik
nicht erwartet, daß der Mensch so überzeugt und ernstzunehmend ist.
Seine Ausstrahlung und sein Wesen haben mich schwer beeindruckt.

Vielleicht war es nicht das letzte Mal, daß wir uns begegnen,
auch wegen der Band deren Promoter ich bin.

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[4]
Obwohl ich sehr viel damit zu tun habe,
die Homepage von The Beautiful Disease zu aktualisieren,
begonnene Tauschgeschäfte abzuschließen,
Ordnung zu schaffen und Geburtstagsgeschenke zu finden,
war mein Vater am 17.10. plötzlich für drei Tage in Berlin.

Mein Bruder war schon im Frühjahr da
und kommt auch im Winter nicht.

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[5]
Entgegen jeder Vernunft aber mit meinem Freund Frank
fahre ich nun noch einmal zur Expo,
um dort alles das noch zu sehen, was ich das erste Mal
nicht schaffte.

Wir fahren mit dem Auto am Dienstag Nachmittag los,
übernachten bei seinem Bruder in Hannover und
verbringen den Mittwoch auf dem Gelände.
Am Donnerstag komme ich dann mit dem Zug wieder zurück.

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[6]
* Trauer des Tages *
Es wird wieder ein Hollywood-Film in Berlin gedreht.
Mir scheint der Regisseur ist Oliver Stone.
- Deutschland wurde als Billiglohn-Land für Filmproduktionen entdeckt.
In USA würde die Gewerkschaft am sechsten Arbeitstag die Lichter ausmachen.
Aber wir lassen es mit uns machen. -
Ich hätte es auch gerne mitgemacht, als Komparsenbetreuer.
Da die gleiche Komparsenagentur beteiligt ist wie bei Stalingrad,
sollte es auch möglich sein, dachte ich mir in meiner Einfalt.
Bei Stalingrad jammerte geradezu die Agentur, daß sie mich dringend bräuchte,
daß ich doch der Beste wäre, daß nur ich es so gut könne.
Klasse - Honig ums Maul.
Es hat sich gezeigt, daß solche Sprüche nicht lange halten.

Gut, vielleicht benötigen sie nicht so viele Betreuer
und natürlich sind sie den altgedienten verpflichtet,
aber enttäuschen tut es mich trotzdem.

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[7]
* Falk und die BerliKomm *
Habt Ihr schon bemerkt, daß ich jetzt bei der BerliKomm bin ?
Natürlich nicht, denn so soll es sein.
Ruft mich einfach mal an !!

Ich habe jetzt ISDN und kann Eure Anrufe entgegennehmen,
während ich im Internet bin - was übrigens gar nicht so oft ist,
wie jetzt wieder manche an dieser Stelle meinen.
Für Euch ist es nicht mehr besetzt,
denn ich höre auch Euer Anklopfen.

Das funktioniert alles prächtig.
Nun muß ich nur noch einen günstigen Provider suchen,
der mir eine Flatrate anbietet ohne Telefonkosten.

!! ACHTUNG ! ACHTUNG ! ACHTUNG !!
Meine eMail-Adresse wird sich deshalb ändern.
!! ACHTUNG ! ACHTUNG ! ACHTUNG !!

Damit ist diese Fortsetzungsgeschichte nun doch
überraschenderweise zuende gegangen.

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[8]
* Falk und die Frauen *
Ich hätte jetzt gerne eine Romanze.

Vor ein paar Wochen mußte ich bei einer bekannten Familie
das Baby, was ein Mädchen ist, halten. Es lebte !
Es lebte auch noch, nachdem ich es hielt.
Doch kaum war ich es los, kotzte es.
Ist das nun typisch für mein Verhältnis zu den Frauen ?

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[9]
* Hinweis des Monats *
Gestern, am 22.10., durfte ich den Auftritt einer Böblinger Band aus Berlin
in einem Jugend-Zentrum in Treptow miterleben.
Auch diese Band steht am Anfang, auch diese Band ist vielversprechend.

Verwirrt hat mich nur, daß die jungen Mädchen (14 jahre alt)
- die nicht nur unter dem Publikum waren, sondern die das ganze Publikum waren
(bezahlte Claqueure ausgenommen.) - rauchten, aber kein Bier tranken.

Die Band fragte sich ausdrücklich, wo denn die Joints seien.

Das hat mich doch wieder sehr verjüngt und damit
der Unsterblichkeit nähergebracht:
http://www.die-unsterblichkeit.de/

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[10]
Dazu noch einen Geheimtipp mit auf den Weg:
Die Gruppe "Schrottfisch" aus Berlin-Treptow.
http://www.schrottfisch.de

Nur der Name ist wirklich Schrott.
Die Musik sind gefühlvoll beobachtende Balladen
mit kräftigen Sound.

Und der Bassist ist der Mädchenschwarm in der Schule
und auf Konzerten.
Eigentlich sind nur Mädchen auf den Konzerten.

Aber auch der Schlagzeuger der Unsterblichkeit
hat mit seinem Auftreten gute Chancen.
Wie Die Ärzte schon sagen:
"Das Größte überhaupt ist doch den Schlagzeuger zu fisten."

Doch auch ich als Promoter sehe es in meiner Aufgabe,
mich um das junge Publikum zu kümmern.

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[11]
* Frage des Tages *
Was macht Ihr an Weihnachten ?
Schreibt es mir, bitte.
Ich suche noch nach Alternativen,
statt dieses Jahr wie jedes Jahr zu meinen Eltern zu fahren.

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[12]
* Gedicht des Tages *

Herbst der Hoffnung

Manche Menschen hoffen noch immer
auf besseres Wetter.

Ich suche Dich lieber im Nebel.
Wenn ich Dich hier finde,
ist es mehr wert.

Im Zwielicht begegnen mir
seltsame Menschen.
Vielleicht bin ich schon tot.

Erst wenn ich nichts mehr habe,
will ich Dich halten.

                                   FWS 15.10.2000

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So jetzt seid Ihr wieder informiert.

Alles Gute wünsche ich Euch.
Wir sehen uns.

Euer Freund Falk